Frühjahrsexkursionen und Bildervortrag

Der NABU Leimen-Nußloch führt im März zwei Exkursionen und einen Bildervortrag durch, die für Naturbegeisterte sicherlich interessant werden.  Am Samstag, den 11. März 2017 laden wir sie zu einem Abendspaziergang rund um die Schauenburg in Dossenheim ein und begeben uns auf die Spurensuche nach nachtaktiven Tieren. Mit etwas Glück werden wir dabei auch den Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, kennen lernen. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr am Parkplatz Oberer Burggarten / Schauenburgstraße in Dossenheim. Am Montag den 13. März um 19:30 Uhr findet im Dachgeschoss der Gemeindebücherei Nußloch ein Bildervortrag mit dem Titel „Faszination Hai – Haie und Rochen, die gejagten Jäger in unseren Meeren“ statt. Tauchprofi Hagen Schmid wird sie mit beeindruckenden Bildern begeistern und mit dem Vortrag auf den rasanten Rückgang von Haien in den Weltmeeren informieren. Abschluss der Exkursions- und Vortragsreihe bildet am Samstag den 18.März ein Ausflug in den Nußlocher Wald mit dem Titel „Nachttieren auf der Spur – was fliegt, hüpft und ruft im nächtlichen Wald“. Treffpunkt ist um 18:30 Uhr am Wanderparkplatz Weiße Hohl in Nußloch. Die Exkursionen sind bestimmt auch für Kinder interessant, die im nächtlichen Wald einiges entdecken können.


Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der NABU Gruppe Leimen / Nußloch findet am Montag, den 13. Februar 2017 um 19:30 Uhr im Dachgeschoss der Gemeindebücherei Nußloch statt. Auf dem Programm stehen die Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, ein kurzer Jahresrückblick auf die Naturschutzarbeit der NABU-Gruppe im Jahr 2016, der Bericht der Kassiererin und der Kassenprüfer, Neuwahlen des Vorstandes sowie ein Ausblick auf die Naturschutzarbeit im Jahr 2017.  Im Anschluss an den allgemeinen Teil wollen wir Sie noch mit einem Bildervortrag von Dr. Uwe Speck über die Vogelwelt Südamerikas begeistern. Alle NABU-Mitglieder und diejenigen, die gerne einmal in die Verbandsarbeit “reinschnuppern” wollen, sind herzlichst eingeladen. Ganz besonders freuen wir uns, wenn wir auch unsere Neumitglieder begrüßen dürfen.

NABU-Kürbisfest am 03. Oktober 2016

Am Montag, den 03. Oktober ist es wieder soweit: von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr findet das traditionelle Kürbisfest des NABU Leimen / Nußloch auf dem Grillplatz Brunnenfeld in Nußloch statt. Ob zum Mittagessen, zur Kaffeezeit oder einfach zwischendurch: Spezialitäten wie Kürbissuppe oder aber auch Steaks und Würste sowie selbstgebackene Kuchen und Waffeln warten darauf, von Ihnen probiert zu werden. Während der ganzen Veranstaltung erwartet Sie ein reichhaltiges Programm für Jung und Alt wie z.B. Kürbismasken schnitzen oder verschiedene Spiele auf der Grillwiese. An unserem Infostand können Sie  eine Fülle von Informationen über den NABU sowie verschiedene Naturschutzthemen oder einfach über unsere Verbandsarbeit erhalten. Den Grillplatz Brunnenfeld finden Sie, indem Sie von der Ortsmitte in Nußloch (Lindenplatz) in Richtung Maisbach – Gauangelloch fahren. Etwa 500 m nach dem Ortsausgang von Nußloch befindet sich der Grillplatz auf der rechten Seite der Kreisstraße. Die geräumige Grillhütte kann bei schlechtem Wetter beheizt werden, so dass kein Besucher frieren muss. Ein großer Parkplatz ist vorhanden. Falls Sie dem NABU für das Fest ein paar Zierkürbisse aus eigenem Anbau oder sogar einen selbst gebackenen Kuchen spenden wollen, würden wir uns darüber riesig freuen.

Fledermausexkursion in Walldorf

Wenn die Nacht sich über die Landschaft legt und die Vögel ihre Schlafplätze gefunden haben, dann huschen aus Baumhöhlen, Mauerritzen und Gebäudespalten flatternde Nachtgeister heraus - Fledermäuse. Der NABU Leimen-Nußloch lädt Sie herzlich ein, verschiedene Fledermausarten und deren spannende Lebensweise auf einer Exkursion  am Freitag, den 01. Juli um 22:00 Uhr kennen zu lernen. Treffpunkt für die Abendwanderung ist der Parkplatz bei der Kleingartenanlage in  Walldorf. Die Kleingartenanlage finden Sie, in dem Sie von Nußloch in Richtung Walldorf fahren. Am Ortseingang Walldorf befindet sich ein Verkehrskreisel. Dort bitte gleich rechts abbiegen. Nach rund 200 m finden sie die Parkplätze. Leider kann nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern bei der Exkursion mitmachen. Daher ist es notwendig, sich per eMail an NABU_RNO@onlinehome.de beim NABU Rhein-Neckar-Odenwald anzumelden. Die Nachtwanderung ist auch für Kinder geeignet und dauert ca. 1,5 Stunden. Ein kleiner Teilnehmerbeitrag von 5,00 € für Erwachsene und 2,50 € für Kinder zur Unterstützung der Arbeit des NABU wird erhoben. Bei starkem Regen fällt die Exkursion aus. Weitere Infos unter der 06221 / 181038

„Stunde der Gartenvögel“ am 13. bis 15. Mai

Hausrotschwanz
Hausrotschwanz

Der NABU Leimen / Nußloch ruft vom 13. bis 15. Mai dazu auf, eine Stunde lang die Vögel im Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zählen und zu melden. Nach dem Prinzip der „Citizen Science“, der Forschung für Jedermann, gilt: Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Haben zum Beispiel Zaunkönig, Goldammer und andere Kleinvögel den Winter gut überstanden und wie entwickelt sich ihre Bestände?
Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. und 15. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115 – oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Unmittelbar nach der Eingabe werden die Daten auf interaktiven Karten online dargestellt. Auch die Ergebnisse der Vorjahre sind so abrufbar. Große Vorkenntnisse außer dem Interesse an der Vogelwelt sind für die Teilnahme nicht nötig. Wer mehr über die heimischen Gartenvögel erfahren möchte, findet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de Porträts der häufigsten Arten samt Gesangsaufnahmen, einen Online-Vogelführer und Tipps zum Vogelschutz im Garten. Bei der „Stunde der Gartenvögel“ gibt es zahlreiche attraktive Preise zu gewinnen, darunter ein Trekking-Bike, ein Fernglas, Einkaufsgutscheine und Vogelbestimmungsbücher.

Vogelexkursion durch die Streuobstwiesen bei Leimen



Der NABU Leimen/Nußloch lädt alle Mitglieder und Naturliebhaber ein, den Frühling zu genießen und spannende Dinge über die heimische Vogelwelt zu lernen. Auf einem Rundkurs durch die Streuobstwiesen zwischen Leimen und Nußloch erfahren sie auf der Exkursion so manche Neuigkeit aus dem Leben der Singvögel und machen tolle Beobachtungen wie z.B. den Gartenrotschwanz, den Wendehals oder den Grünspecht. Im Anschluss bietet der NABU bei schönem Wetter an, sich bei einem kleinen Frühstück direkt in den Streuobstwiesen bei Brezeln, Kuchen und Kaffee näher kennen zu lernen und einiges über die Aktivitäten der NABU-Gruppe Leimen / Nußloch zu erfahren.  Treffpunkt für die Vogelexkursion am Sonntag, den 24. April um 8:00 Uhr ist die Endhaltestelle der Straßenbahn in Leimen (unterhalb des Friedhofs). Die Wanderung findet auch bei leichtem Regen statt, bitte wettergemäße Kleidung tragen und soweit vorhanden Ferngläser mitbringen.

NABU warnt: Keine Amphibien in Gartenteiche umsetzen

Hobbygärtner, die einen Gartenteich angelegt haben oder gerade dabei sind, erkundigen sich immer wieder danach, wo sie Frösche oder Kröten erhalten können, um diese in ihre Kleingewässer zu setzen. Der NABU warnt eindringlich davor, solche Tiere einzufangen und „mit nach Hause zu nehmen“. Dies verstößt nicht nur gegen das Naturschutzgesetz, sondern ist auch eine Gefährdung besonders geschützter Tierarten. Amphibien sind zeitlebens auf ihr Laichgewässer geprägt. Wer sie umsetzt, riskiert daher, dass sie mit allergrößter Wahrscheinlichkeit abzuwandern versuchen – und dabei sprichwörtlich auf der Straße unter die Räder kommen. Das Umsetzen ist auch fachlich großer Unsinn und sollte unbedingt unterbleiben. Wenn ein Gartenteich als Lebensraum für Amphibien geeignet und auch das Umfeld naturnah und artenreich ist, werden sich die Tiere auf kurz oder lang von selbst einstellen. Man kann einen Lebensraum aus zweiter Hand nicht mit der Brechstange besiedeln, dafür braucht man einen langen Atem.

Klima- und Artenkiller: Torfhaltige Blumenerde

NABU empfiehlt naturverträgliche Alternatien

Wer die Natur schützen möchte, der sollte für seine Blumen und Pflanzen torffreie Blumenerde verwenden. Leider ist vielen Hobbygärtnern nicht bewusst, dass sie ein Stück wertvollen Lebensraum zerstören, wenn sie torfhaltige Blumenerde verwenden. Moore werden großflächig entwässert, um den Torf darin abzubauen. Obwohl Torf kaum Nährstoffe hat, wird er Blumenerde beigemischt. Denn solange er feucht bleibt, kann er viel Wasser speichern. Doch trocknet die Erde, so trocknet auch der Torf. Er verliert die gewünschte Eigenschaft und zerfällt völlig. Nährstoffreich und billiger ist Kompost - zum Beispiel aus dem eigenen Garten. Er braucht keinen zusätzlichen Dünger und ist umweltfreundlich. Als weitere Alternative zu Torf bieten sich Rindenmulch und Holzfasern an. Sie können trocknen und behalten trotzdem die Fähigkeit, Wasser zu speichern. Der Handel bietet Blumenerde ohne Torf an. Der Hinweis „torffreie Blumenerde“ ist in der Regel auf der Verpackung abgedruckt.  Moore speichern große Mengen an Kohlenstoff aus der Atmosphäre, denn der Torf darin besteht aus nicht verrotteten Pflanzenteilen. Das CO2, das die Pflanzen somit während ihres Wachstums aufgenommen haben, bleibt so dauerhaft im Moor gespeichert. Doch wenn Moore zerstört werden, um den Torf wirtschaftlich zu nutzen, gelangt das CO2 in die Atmosphäre und trägt zur Klimaerwärmung bei. Tiere und Pflanzen, die im Moor leben, sind hervorragend angepasst. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Moorfrosch, seltene Schmetterlinge und Libellen. Aber auch der Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, hat sein Zuhause im Moor. Mit dem steten Rückgang der Moore besteht für viele Arten die Gefahr auszusterben, weil sie von diesem Lebensraum abhängig sind.

Eine seltene Moorpflanze: Der Sonnentau

Beginn der Amphibienwanderungen

Achtung Autofahrer ! Der Beginnn der Amphibienwanderungen ist in den nächsten Wochen zu erwarten

Bald beginnt wieder die alljährliche Wanderung der Amphibien zu ihren angestammten Laichgewässern. Die Frösche und Kröten wandern ganz zielgerichtet und nur zu bestimmten Zeiten los. Einem inneren Instinkt folgend zieht es sie auf direktem Weg zu den Gewässern zurück, in denen sie geschlüpft sind. Da Frösche und Kröten ihren Körper gegen Austrocknung schützen müssen, wandern sie nur nachts und auch nur dann, wenn eine bestimmte Luftfeuchtigkeit, oder noch besser, Regen garantiert ist. Nicht in jeder Nacht sind solche Idealbedingungen gegeben. So kann es in bestimmten Nächten zu Massenwanderungen kommen, in anderen Nächten passiert wenig oder nichts. Straßenabschnitte, an denen mit Amphibienwanderungen zu rechnen ist, werden in den nächsten Tagen mit Hinweisschildern und Geschwindigkeitsbegrenzungen gekennzeichnet. In Nußloch ist das überwiegend die Straße von Nußloch nach Maisbach und im Freizeitgebiet Lichtenau, in Leimen sind es die Straßenbereiche am Waldrand und rund um Ochsenbach. Fahren Sie an den entsprechenden Straßenabschnitten langsam, am Besten nicht schneller als 30 km / h ! Denn schon ein Überfahren der Amphibien mit höherer Geschwindigkeit kann durch die auftretenden Luftdruckunterschiede vor und unter dem Auto zum Tod der Amphibien führen. Bitte halten Sie falls nötig auch einmal an, schalten die Warnblinkanlage ein und geben den Amphibien Zeit, die Straße zu überqueren. Viele freiwillige Helfer sind dann wieder im Einsatz, um Tiere über die Straße zu tragen. Auch hier wird um Rücksicht auf die Naturschutz-Helfer gebeten. Wer sich an der Betreuung der Amphibienwanderung beteiligen will, kann sich gerne beim NABU unter der 06221 / 181038 melden.

Spechtexkursion auf die Ketscher Rheininsel

Der NABU Leimen/Nußloch lädt herzlich ein zur Specht-Exkursion ins Naturschutzgebiet Ketscher Rheininsel am Sonntag, den 21.02.16 um 9:00 Uhr. Treffpunkt ist die Brücke zur Rheininsel in Ketsch nahe dem Ortsausgang Richtung Herrenteich/Altlußheim. Die Ketscher Rheininsel ist reich an Totholz und alten Bäumen mit rissiger Rinde – ein Paradies für Spechte! Daher sind dort neben dem allseits bekannten Buntspecht auch der Mittelspecht, der Schwarzspecht und vielleicht sogar der Kleinspecht anzutreffen. Ab Februar beginnt die Balzzeit bei den Spechten. Mit lautem Trommeln grenzen die Männchen ihre Reviere ab und versuchen, ein attraktives Weibchen anzulocken. Ihre Trommelwirbel sind weit durch den ganzen Wald zu hören. Da die Bäume Ende Februar/Anfang März noch weitestgehend kahl sind, haben wir gute Chancen, Spechte auch zu sehen und mit dem Fernglas und Spektiv (eine Art Fernrohr mit besonders guter Vergrößerung) zu beobachten. Wer eigene Ferngläser besitzt, möge diese bitte mitbringen.
Nehmen Sie unter fachkundiger Führung des NABU-Ornithologen Dr. Harald Kranz teil an einer ganz besonderen Führung in den Wald der Spechte in Ketsch.

Lurch des Jahres 2016: Der Feuersalamander


So mancher kennt den Feuersalamander nur als das Maskottchen einer bekannten Schuhmarke, denn dieses schwarzglänzende mit gelb-orangen Flecken gezeichnete Tier ist in der freien Natur nicht nur recht selten geworden, es ist auch nachtaktiv. Vorzugsweise an regnerischen, feuchten Nächten verlassen die Salamander ihr dunkles Versteck und gehen auf Futtersuche nach Schnecken und Regenwürmern. Auch sonst sind diese, zur Klasse der Amphibien gehörenden, Lurche auf das Wasser angewiesen, denn nur hier können sie ihre kiementragenden Larven im zeitigen Frühjahr absetzen. Dies mag auch einer der Gründe sein, dass Feuersalamander sehr selten geworden sind, denn die jungen Larven benötigen kaltes, sauerstoffreiches Quellwasser um zu überleben. Gewässer mit solchen idealen Bedingungen findet man leider immer weniger, was dazu geführt hat, dass diese Tiere in manchen Gebieten bereits ausgestorben sind und dort, wo sie noch vorkommen, unter den Schutzstatus „besonders geschützt“ gestellt wurden. In Leimen und Nußloch findet man den Salamander mit etwas Glück hauptsächlich im Wald, aber wie bereits erwähnt nur des Nachts und bei Regen. Durch ihre gelb-orange Fleckenfärbung und einer beachtlichen Länge von 14-18cm sind sie gut von anderen Lurchen zu unterscheiden. Alle unsere einheimischen Amphibien stehen unter „besonderem Naturschutz“ und dürfen nicht verletzt, getötet oder gefangen werden.


Ein Storchennest für Meister Adebar

Die NABU-Kindergruppe baut ein Nest aus Weidenzweigen

In früheren Jahren nistete einst ein Storchenpaar auf dem Kamin einer Mühle, die am Leimbach nahe des jetzigen Pennymarktes stand. Leider wurde einer der Vögel dann vom Blitz erschlagen und fristet seitdem als ausgestopftes Anschauungsmaterial sein Dasein in einer dunklen Kammer der Schillerschule. Auf den Nußlocher Wiesen hoffte man dann Meister Adebar, wie der Storch auch volkstümlich genannt wird, wieder an zu siedeln und baute dazu eine Plattform in luftiger Höhe auf. Leider hat sich auch im vergangenen Frühling noch kein Storchenpaar dazu entschlossen hier ein Nest zu bauen. Da aber immer mal wieder die Plattform als Rastplatz genutzt wurde, besteht noch Hoffnung, dass sich doch mal eine Storchenfamilie einfindet. Damit diese dann beim Nestbau nicht allzuviel Arbeit hat, haben unsere NABU-Kinder aus Weidenästen ein Storchennest geflochten. Jetzt muß allerdings noch ein Weg gefunden werden, wie man solch ein größeres Flechtwerk auf die vorhandene Plattform bekommt. Vielleicht kann man auf den Nußlocher Wiesen im kommenden Frühjahr wieder den Störchen beim klappern zuschauen. Da in den letzten Jahren die Anzahl dieser großen Vögel zugenommen hat und man des Öfteren mehrere bei der Futtersuche beobachten konnte, besteht große Zuversicht, dass Meister Adebar bald wieder nach Nußloch kommt und erfolgreich Nachwuchs groß zieht. Infos rund um den Naturschutz auch unter nabu-leimen-nussloch.de.

 

Seltene Beobachtung in Nußloch

In einem Naturschutzgebiet in Nußloch wurde bei Pflegearbeiten die streng geschützte Gottesanbeterin gefunden und fotografiert.

Obwohl die Europäische Gottesanbeterin, wie der Name schon sagt, in Europa zu Hause ist, bleibt ihr Vorkommen doch auf wenige „Wärmeinseln“ in Deutschland beschränkt. Dazu gehören Gebiete um den Kaiserstuhl und Freiburg, sowie einige Landstriche in Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen. Normalerweise sind die sonnenverwöhnten Mittelmeerregionen die Heimat dieser interessanten Tiere.

Sie gehören mit ihren, zu Fangwerkzeugen umgebildeten, Vorderbeinen zur Familie der Fangschrecken und ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten. Die weiblichen Tiere können immerhin eine Länge bis zu 75mm erreichen, männliche sind mit bis zu 65mm etwas kleiner.  Das mag auch dazu führen, dass sie nach oder noch während der Begattung gelegentlich vom weiblichen Tier verspeist werden.  Nach der Begattung werden zwischen 100 bis 200 befruchtete Eier an Gras oder Ästen, in einer sogenannten „Oothek“ (Brutgelege), abgelegt und mit einer Schaummasse umhüllt. Dieser isolierende Schaum schützt die Brut vor Kälte, damit im darauf folgenden Mai-Juni 6mm kleine Larven schlüpfen. Diese Jungtiere durchlaufen 6 oder 7 Larvenstadien bis sich dann Anfang August ein erwachsenes Tier entwickelt hat. Nach 14 Tagen sind diese Insekten bereits geschlechtsreif und können sich um die Fortpflanzung kümmern. Die Färbung der Fangschrecken kann von zart grün bis braun variieren, je nach den Umständen, wo sie sich aufhalten. Im Spätherbst, wenn die Nahrung knapp wird, sterben die Gottesanbeterinnen. In diesem Jahr gab es bereits mehrere Sichtungen dieser wärmeliebenden Insekten in unserer Region, was als Zeichen für den fortschreitenden Klimawandel angesehen werden kann. 

Bundesfreiwilligendienst beim NABU

Nach der Aussetzung des Wehrdienstes und dem damit verbundenen Wegfall des Zivildienstes hat die Bundesregierung mit der Einrichtung des Bundesfreiwilligendienstes für junge Menschen eine Möglichkeit geschaffen, sich in verschiedenen Gesellschaftsbereichen zu engagieren. Sei es in der Altenpflege, bei der Betreuung von behinderten Menschen oder aber auch im Naturschutz ist der Einsatz junger Menschen mehr den je gefragt. Der Bundesfreiwilligendienst bietet gerade für junge Menschen, die auf einen Studienplatz oder einen Ausbildungsbeginn warten, eine interessante Alternative, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken. Der NABU Naturschutzbund Rhein-Neckar-Odenwald hat von der Zentralstelle im Bereich Naturschutz dreiPlätze bewilligt bekommen, die ab August2015 besetzt werden sollen. Die Arbeit beim NABU verspricht einen abwechslungsreichen Einsatz in vielen Bereichen des Naturschutzes. Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Mitarbeit im Landschaftspflegetrupp des NABU, der sich seit über 15 Jahren um den Erhalt der einzigartigen Binnendünenlandschaft rund um Schwetzingen und Sandhausen einsetzt. Bei Interesse ist es wichtig, sich frühzeitig um eine Bundesfreiwilligendienststelle zu bewerben, da die Zentralstelle nur ein bestimmtes Kontingent an Plätzen zur Verfügung hat. Weitere Auskunft erhalte Sie beim NABU unter der 06221 / 18 10 38 oder unter NABU_RNO@onlinehome.de.

KURZFILM: DEN NABU KENNENLERNEN

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